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Kunsthaus Graz bei Klanglicht 2017 © Lupi Spuma

Kunsthaus Graz bei Klanglicht 2017 © Lupi Spuma

Das Kunsthaus Graz kann als utopischer Bau gelesen werden, dessen Wurzeln auf die späten Sechzigerjahre zurückgehen und sich auf Begriffe wie lebendige Architektur und intelligente Ausstellungsmaschine stützen. In seiner organisch-technischen Form wurden aus Arterien fahrbare Rollbänder; die einst transparent gedachte Fassade, die das Leben im Innern der Ausstellungsmaschine sichtbar machen sollte, ist zu einer pulsierenden Lichtfassade für die Öffentlichkeit geworden. In eben diese Fassade schrieb sich am Klanglicht-Wochenende die jüngste Arbeit einer aktuellen Serie von Mischa Kuball ein. Kuball, heute einer der bedeutendste Lichtkünstler weltweit, zeigte im Monat des Lichts 2017 mit public preposition / Utopia einen Schriftzug, der vom Begriff Utopie zu Dystopie und wieder zurück mutiert. Als endlose Wiederholung wird sie zum aktuellen Abbild sich wandelnder Perspektiven auf architektonische, aber auch auf gesellschaftliche Entwicklungen hier und allerorts.

Katrin Bucher Trantow

20. Mai, 19 Uhr, Kunsthaus Graz (Space05): Im Licht der Öffentlichkeit – public prepositions Fragen um die Bedeutung des öffentlichen Raumes als gesellschafspolitisches Material, diskutiert im Rahmen von Licht 2017 mit Mischa Kuball, Barbara Steiner, Elisabeth Fiedler und Bernhard Rinner. Moderiert von Katrin Bucher Trantow.

Standort: Kunsthaus